Was ist deskriptive Statistik?

Was ist deskriptive Statistik

Was ist deskriptive Statistik? Das fragen sich häufig viele Studienanfänger nach einem Blick in ihr Studienhandbuch. Die Antwort hierauf ist im Grunde ganz einfach. Die deskriptive Statistik, manchmal auch beschreibende Statistik genannt, ist erst einmal ein Sammelbegriff für alle methodischen Verfahren zur Analyse und Auswertung quantitativer Daten.

Was heißt das im Speziellen? Ein kleines Beispiel: Ein Klassenlehrer berechnet den Notenschnitt für einen Test, den seine Klasse geschrieben hat. Seine Schüler sind dabei die Merkmalsträger. Die Schulnote wird als Variable bezeichnet und jede einzelne Note sind Merkmalsausprägungen. Der Durchschnittswert, den der Lehrer berechnet, wird in der Sprache der deskriptiven Statistik als arithmetisches Mittel bezeichnet.

Quantitative Daten sind übrigens alle Daten, die sich durch eine Zahl oder ein Zeichen abbilden lassen. Hierzu gehören zum Beispiel das Alter, das Einkommen, das Geschlecht aber auch z.B. deine Einstellung zu einer bestimmten Frage auf einer Skala von 1 bis 10. Diese Einschränkung ist enorm wichtig in der deskriptiven Statistik und unterscheidet die quantitative Datenanalyse von der qualitativen Datenanalyse.

Eine offiziell anerkannte Definition für deskriptive Statistik ist schwer zu finden. Wikipedia definiert sie einfach über ihr Ziel: „Die deskriptive Statistik hat zum Ziel, empirische Daten durch Tabellen, Kennzahlen (auch: Maßzahlen oder Parameter) und Grafiken übersichtlich darzustellen und zu ordnen. Dies ist vor allem bei umfangreichem Datenmaterial sinnvoll, da dieses nicht leicht überblickt werden kann.“ Das Gabler Wirtschaftslexikon beschreibt mit deskriptive Statistik den „Teilbereich der statistischen Methoden, der die Beschreibung von Gesamtheiten, bes. durch Tabellen, Grafiken sowie durch Kennwerte wie Mittelwerte und Streuungsmaße, zum Gegenstand hat. Bei Stichproben bedarf die deskriptive Statistik der Ergänzung durch die Inferenzstatistik, deren Gegenstand die Übertragung von Befunden aus Zufallsstichproben auf zugehörige Grundgesamtheiten ist.“ In Peter Atteslanders Einführungswerk „Methoden der empirischen Sozialforschung“ werden unter deskriptive Statistik die Darstellung von Häufigkeiten, statistische Maßzahlen, Korrelationen und Regressionen sowie theoretische Häufigkeitsverteilungen diskutiert. Also: was ist deskriptive Statistik? In ihrem Kern genau diese Ansammlung von Techniken.

Um Daten zu analysieren gibt es in der deskriptiven Statistik im wesentlichen drei Möglichkeiten:

  1. Mithilfe von Häufigkeitstabellen
  2. Mithilfe von Grafiken
  3. Mithilfe von Maßzahlen

Häufigkeitstabellen werden dir im Studium wahrscheinlich als erstes begegnen. Hier findest du alle Angaben darüber, wie häufig welche Merkmalsausprägung bei welcher Variable vorkommt. Die Angaben sind meistens in absoluten Zahlen und in Prozent. In einer Häufigkeitstabelle würde also z.B. stehen, dass an der Befragung 25 Frauen und 27 Männer teilgenommen haben und wie viele Prozent das jeweils entspricht. Das Problem bei Häufigkeitstabellen ist jedoch, dass diese schnell unübersichtlich werden, wenn eine Variable sehr viele Ausprägungen hat. Dies ist z.B. der Fall beim Alter oder dem Einkommen.

Besser geeignet, um solche Variablen zusammenzufassen sind daher Grafiken. Hierzu gehören z.B. das Tortendiagramm, das Säulendiagramm oder das sogenannte Histogramm. Nachteil hier wiederum ist, dass diese recht ungenau sind.

Der absolute „State of the Art“ in der deskriptiven Statistik ist daher die Verwendung von Maßzahlen. Hier unterscheiden wir grundlegend Lagemaße, Streuungsmaße und Zusammehangsmaße. Lagemaße geben die „typische Merkmalsausprägung“ einer Verteilung an, also z.B. den Mittelwert. Streuungsmaße geben an, wie Homogen eine Verteilung ist und Zusammenhangsmaße zeigen an, ob und wie stark zwei oder mehrere verschiedener Variablen zusammen hängen.

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Deskriptive Statistik ist ein fester Bestandteil vieler Studiengänge, Semester für Semester quälen sich tausende von Studierenden durch die entsprechenden Vorlesungen, Seminare und Module. ich verwende das Wort quälen an dieser Stelle bewusst, denn die deskriptive Statistik ist bei vielen Studenten mit einigen, nicht sehr schmeichelhaften Adjektiven belegt. Das habe ich damals als Student am eigenen Leib erfahren und erlebe es heute als Dozent ebenfalls zu genüge[…]